Diese Chancen gibt es in der Tat – und der Markt belohnt sie auch. Ein Plus von 8,3% auf 3,25 Mrd. Euro erreichten die Open-Shops im B2C-Bereich 2018 und waren damit erfolgreicher als noch vor einem Jahr angenommen. Von diesem Kuchen haben sich die Top 5 der Onlinedrucker einen Batzen von 1,54 Mrd. € abgeschnitten. Diese sind durch Akquisitionen gewachsen, aber auch durch eine Ausweitung ihres Angebotes. Dabei haben wir festgestellt, dass sich die Verbraucher nicht mehr nur am Preis, sondern an der Qualität orientieren, woraus zu schließen ist, dass für reine „Discounter“ schwere Zeiten angebrochen sind.

Auch Business-to-Business (Closed Shops) ist 2018 wieder um 2,2% auf 4,60 Mrd. € gewachsen. Für diesen Markt erwarte ich einen erneuten Anstieg um 2,2% im laufenden Jahr. Zusammen mit dem Marktwachstum von 4,6% der Open Shops könnte Onlineprint in der Region Deutschland, Österreich und Schweiz 2019 auf einen Umsatz von 8,1 Mrd. € kommen. Damit kommt Onlineprint in der D/A/CH-Region auf gut ein Drittel des Branchenumsatzes und ist weltweit der größte Onlineprint-Markt einer Sprachregion.

Dennoch stellt sich die Frage, ob die Zeiten zweistelliger Wachstumsraten vorbei sind? Vielleicht ja, es scheint sich nämlich eine Umverteilung im Markt einzustellen, bei der die großen Onlineprinter zu Gunsten der kleineren Anbieter vor allem Geschäftskunden verlieren. Doch auch wenn der Markt nicht mehr so schnell und stark wachsen sollte – Wachstum ist noch immer da und Onlineprint ist eines der erfolgreichsten Business-Modelle der Druckindustrie weltweit.