Eigentlich ist RPI eine unbekannte Größe, ein Hidden Champion. Als spezialisierter Anbieter von Druckprodukten hat RPI eine Dienstleistung entwickelt, die es ihren Kunden ermöglicht, personalisierte Produkte unter ihrer eigenen Marke anbieten zu können. Ein durchaus eigenwilliges Konzept, das Paul Adriaans, Executive Vice President RPI Europe, erläuterte und gleichzeitig die Kultur aufzeichnete, wie im Unternehmen gearbeitet wird. „Die Personalisierung von Produkten und Dienstleistungen ist nun einmal ein Trend in der digital-analogen Realität. Das sich verändernde Kundenverhalten, die schnelle technologische Entwicklung und neue Geschäftsmodelle müssen Unternehmer antreiben, ihre Strategien ständig neu zu überdenken und sich neuen Realitäten anzupassen“, so Adriaans.

„Verlassen Sie eingetretene Pfade“, riet Paul Adriaans dem Auditorium und warnte: „Wer nicht bereit ist, den Wandel mitzugehen, wird Teil des Wandels sein.“

Das 1979 in Seattle gegründete Unternehmen begann bereits 1999, also sechs Jahre nach der Einführung des Digitaldrucks, wie wir ihn heute kennen, mit der Produktion personalisierter Print-Produkte. Schon 2006 wurde exklusiv für namhafte E-Commerce-Unternehmen gefertigt und 2011 der Schritt nach Europa gewagt. Das Spiel, wie es Paul Adriaans bezeichnet, ist heute, die permanenten Veränderungen wie das ständig wechselnde Verbraucherverhalten mit der hohen Erwartung zur Personalisierung zu erkennen, darauf mit technologischen Entwicklungen zu reagieren, die hohen Marketingkosten zu bewältigen (siehe Robert Keane) und die Bedeutung von Social Media nicht zu unterschätzen. Dabei helfe nur Innovation. Und die Formel dafür ist nach Paul Adriaans: Innovation = Idee + Risiko + Fahrt aufnehmen.

Konkret geht es bei RPI Europe im niederländischen Eindhoven um Losgröße 1, Flexibilität beim Material und in der Verarbeitung sowie um einen ganzheitlichen Workflow, um Skalierbarkeit und Prozesskontrolle. Das machte er am Beispiel der Maschinenkonfiguration deutlich, die diese Anforderungen erfüllen sollte. Nach dem Motto „Habe keine Angst zu scheitern, fürchte lieber, es nicht versucht zu haben“, sei man beim Aufbau einer hoch automatisierten Produktionslinie volles Risiko gegangen – und habe ins Schwarze getroffen.

Heute sei man ein solider Partner für den personalisierten Digitaldruck, liefere als White-Label-Dienstleister von einem Unikat bis zu Tausenden von Exemplaren, nutze dazu modernste Software, besitze Ablauf- und Prozesskompetenz auch im globalen Vertrieb und baue stabile Partnerschaften auf. So etwa mit Onlinedruckern wie Vistaprint oder Helloprint, Verlagen und größeren Unternehmen, die ihrerseits einen hohen Bedarf an Drucksachen haben.