Meine Ausführungen und die von Robert Keane zum Auftakt des Symposiums hatten offenbar für ordentlichen Diskussionsbedarf gesorgt. Deshalb hatten wir, mein Co-Moderator Jens Meyer, CEO der printXmedia Süd GmbH und Mitorganisator, eine kurze Diskussionsrunde organisiert.

Podiumsdiskussion mit Bernd Zipper, zipcon consulting; Kees Arends, cimpress; Dr. Michael Fries, Onlineprinters; Willi Soll, Initiative Online Print und Jens Meyer, printXmedia Süd (v.l.n.r.) Source: #OPS2019

Ob denn eine Delle bei den Wachstumsraten des Marktführers Cimpress wirklich so schlimm sei, dass gleich eine Welt zusammenbreche, wollten die Teilnehmer wissen. „Bei nahezu zweistelligem Wachstum sollte man nicht von Krise sprechen“, mahnte Dr. Michael Fries, CEO der Onlineprinters. Dass der Wettbewerb zunehme, sei jedoch richtig. „International sehen wir noch immer einen Anstieg und selbst in Deutschland sehen wir noch Wachstum.“ Auch Kees Arends von Cimpress hält Hektik für unangemessen: „Ich sehe eher ein Reset. Früher hat man die Angel ins Wasser gehalten und die Fische haben sofort angebissen. Heute muss man eben ein bisschen länger warten. Deutschland und die die Niederlande waren die First Mover in Sachen Onlineprint. Deshalb wird hier auch mehr erwartet als in anderen Märkten.“ Und Willi Soll, Initiative Online Print, ergänzte: „Ja, es ist Druck im Kessel. Robert Keane hat ja gesagt, er müsse besser werden. Das ist doch ein Signal in den Markt. Und jeder muss sich weiterentwickeln.“

Weiterentwicklung ist auch die Priorität für die nächsten Jahre. „Größte Aufmerksamkeit müssen wir der Kundenzufriedenheit widmen. Dahinter verbirgt sich natürlich Effizienz in allen Bereichen – alleine wegen der Preise schon“, führte Dr. Fries aus. „Wir alle müssen bestehende und neue Kunden zufriedenstellen, wir müssen beweisen, dass Onlineprint 7 x 24 Stunden funktioniert – und das professioneller als bei Amazon“, forderte Kees Arends die Onlineprint-Gemeinde auf.