Düstere Aussichten also? Nicht unbedingt. „Print ist ein echter Wert für unsere Gesellschaft… wenn man es richtig macht“, war die Kernaussage meiner Ausführungen zu den Trends und Entwicklungen in Onlineprint. Aber leider hat sich der Gedanke der „Good-Enough-Qualität“ eingeschlichen. Natürlich gibt es Druck als Gebrauchsgut (Commodity) mit nur geringer Nutzungs- und Lebensdauer, aber es gibt vor allem auch Drucksachen mit hohem Wert und ebenso großer Wertschätzung (Esteem). Denn Print ist die einzige Manifestation von Wissen im digitalen Zeitalter.

Wer jetzt glaubte, es folgten philosophischen Betrachtungen des Gedruckten, sah sich getäuscht. Es folgten klare Fakten, die deutlich machen, welche Bedeutung Print in den Gesellschaften rund um den Globus hat: 2.695 Mrd. Dollar (also knapp 2,7 Billionen) groß ist der weltweite Druckmarkt – und damit mehr als doppelt so groß wie der Pharma-Markt. Alleine der Markt für grafische Kommunikation ist 700 Mrd. $ groß, der des Verpackungsdrucks 400 Mrd. $ und der der Etiketten 114 Mrd. $. Dazu kommen noch der funktionale Druck und das gesamte industrielle Umfeld mit Druck-Erzeugnissen im Wert von knapp 1.000 Mrd. $. Ist das etwa nichts? Und gibt es in diesem Umfeld nicht auch noch weitere attraktive Möglichkeiten für den Onlinedruck?