Die Aufregung des letzten Online Print Symposiums, wonach Onlineprint nicht mehr so schnell wachse, wie erwartet, hat sich längst gelegt und war in diesem Jahr nun gar kein Thema mehr. Denn die vermeintlich schlechten Prognosen lagen daneben. Onlineprint hat sich gut entwickelt und ist weiterhin auf Wachstumskurs.

„Print ist einer der mächtigsten Kanäle im Kommunikations-Kanon der digitalen Welt. Onlineprint ist eines der erfolgreichsten Business-Modelle der Druckindustrie“, stellte Bernd Zipper fest. „Und das Internet ist die größte globale Infrastruktur, die die Menschheit je geschaffen hat – wobei das „Netz“ letztlich die allgegenwärtige Plattform für Kommunikation und Geschäfte ist. Online ist also keine Option mehr, Online ist die Schnittstelle zum Kunden. Heute – und Morgen unersetzbar“, führte Zipper die Argumentationskette in seinem schon traditionellen Vortrag „Entwicklungen und Trends im Onlineprint“ fort, in dem er ein Fazit des Jahres 2019 zog, einen Trendüberblick gab und damit die Hausaufgaben vorgab, die die Branche in nächster Zeit zu erledigen hat. Und die haben es allesamt in sich.

Dabei sei Onlineprint ja keine geschlossene Veranstaltung für einige wenige. „Jeder Onlineprinter braucht Partner“, stellte Zipper fest und charakterisierte die unterschiedlichen Geschäftsmodelle im Onlineprint noch einmal für ein besseres Verständnis bei der Interpretation der Zahlen in den Statistiken.

  • Als homogene Onlinedrucker bezeichnete er solche Unternehmen, die – wie etwa Flyeralarm, Onlineprinters oder Saxoprint – Open Shops für jedermann betreiben, auf eine eigene Produktion setzen und zusätzlich externe Produktionspartner hinzuziehen.
  • Heterogene Onlineprinter sind eher solche, die sich einer externen Produktion bedienen (zum Beispiel das eigene Stammhaus als Druckerei), die für den Shop arbeitet und zugleich als Individualdrucker unterwegs sind. Dazu gehören auch die Druckereien, die für ihre Kunden im Internet Closed Shops betreiben. Und das sind nicht wenige.
  • Daneben sind Print-Broker am Markt, die ausschließlich mit externen Druckereien zusammenarbeiten und nur über einen marginalen Anteil an eigener Produktion verfügen (z.B. Wir-machen-Druck.de). United Print wechselt übrigens zurzeit vom homogenen Onlinedrucker ins Print-Makler-Business.