Wachstumspotenzial für Onlineprint gibt es offensichtlich noch überall. Vorausgesetzt, man kennt Markt und Kunden, man weiß, was er bietet – und was nicht. Onur Durmuş, CEO des türkischen Onlineprint-Start-ups bidolubaski.com, geht bei seinen Aktivitäten entsprechend analytisch und strukturiert vor und betrachtet den 2014 gegründete Onlineprint-Provider heute als „Brücke zur Online-Druckbranche in der Türkei“.

Onur Durmuş, CEO des türkischen Onlineprint-Start-ups bidolubaski.com

Der türkische Druckmarkt ist heute überwiegend Offline – Onlineprint steckt noch in den Kinderschuhen. Mit rund 83 Mio. Einwohnern (ähnlich groß wie Deutschland) ist die Türkei zwar kein kleiner Markt, allerdings sind die Strukturen völlig anders. Einmal ist der kommerzielle Druckmarkt in der Türkei nur etwa 1,8 Mrd. Euro groß, zum anderen sind die alten Print-Versorgungsstrukturen in den Gebieten außerhalb der Ballungszentren (alleine Istanbul zählt etwa 18 Mio. Einwohner) neu zu denken.

bidolubaski.com betreibt selbst keine Produktionsstätten, hat aber Geschäftsbeziehungen zu über 100 Lieferanten aufgebaut und glaubt mit diesem „Asset-light“-Geschäftsmodell finanzstark und flexibel für neue Ideen zu sein. Inzwischen ist das Portal größter Player im Markt mit dem doppelten Volumen des nächsten Wettbewerbers und wächst weiterhin gigantisch. Onur Durmuş hat dabei ein klares Ziel: bidolubaski.com soll nicht nur in der Türkei wachsen, sondern wettbewerbsfähiger Lieferant für europäische Länder mit hohem türkischen Bevölkerungsanteil werden.